Wurmfarn

Wurmfarn.

Dryopteris filix-mas

Bei uns bekannt als „Mausloatern“, „Goaßloatern“, „Hexenkraut“, „Wanzenwurz“, …

Farne haben keine Blüten, sondern vermehren sich durch winzig kleine Sporen, die an der Unterseite der Wedel in eigenen Sporenhäufchen heranreifen und vom Wind verblasen werden.

Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Krautschicht unserer Wälder und bieten so vielen Tieren Unterschlupf. Sie werden allerdings wegen ihres unangenehmen Geschmacks von keinem dieser Tiere gefressen.

Geschichte und Geschichten:
Seinen Namen verdankt der Wurmfarn wahrscheinlich entweder der Form seiner jung austreibenden Wedel, die an Würmer erinnern oder weil man ihn früher in der Volksmedizin gegen Wurmbefall einsetzte. Ein Absud der Pflanze wurde gegen Eingeweidewürmer (besonders gegen Bandwürmer) verwendet, wobei sogar Todesfälle durch Vergiftungen auftraten.

Bemerkenswert ist auch, dass die Farne ein Überbleibsel aus dem Erdaltertum (vor ca. 300 Mill. Jahren) sind, in dem sie die stattliche Größe von Bäumen erreicht haben.

Diese buschig wachsende Farne wurde im viktorianischen Zeitalter Englands (1840 - 1900) sehr geschätzt – kaum ein Garten, in dem nicht mehrere unterschiedliche Arten angepflanzt wurden.

Fotos
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Fotos: H. Kolberger (2015)
Verfasser

Redaktion: OSR Hubert Kolberger, Summerauer Str. 29, 4261 Rainbach i. M.