Weißgekammerte Schleimtrüffel

Weißgekammerte Schleimtrüffel.

Melanogaster ambiguus

Mitte Dezember 2014 fand Herr Otto Stadler aus Rainbach, Mühlweg 13 in einem Fichtenwald ca. 200 m südöstlich seines Hauses bei Holzarbeiten zufällig einige dunkelbraune Knollen im Waldboden. Er tippt sofort auf „Trüffel“. Eine nachträgliche genaue Bestimmung hat seine Vermutung bestätigt: es war die „Weißgekammerte Schleimtrüffel“.

Diese Art wächst in Buchen-, und Eichenblätterstreu, sowie in der Nadelstreu von Fichten, Tannen und Kiefern.

Die etwa 3 – 5 cm großen knollenförmigen, braunen, an den Druckstellen schwarzen Fruchtkörper zeigen im Inneren eine weiße Kammerstruktur.

Sie ist (leider!) ungenießbar, verbreitet einen unangenehmen, nach verbrannter Plastikfolie riechenden intensiven Geruch – „niemand käme auf die Idee, sie zu essen!“ Ihr Vorkommen wird als „selten“ beschrieben.

Der Fund in unserer Gemeinde ist somit als Rarität (wenn nicht als „Erstfund“ für OÖ) zu bezeichnen. Die Trüffeln wurden dem Pilzherbar des oö. Landesmuseums in Linz für wissenschaftliche Zwecke einverleibt.

Fotos
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Weißgekammerte Schleimtrüffel
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Weißgekammerte Schleimtrüffel - Fotos: H.Kolberger (2014)
Verfasser

Redaktion: OSR Hubert Kolberger, Summerauer Str. 29, 4261 Rainbach i. M.