Borstige Glockenblume

Borstige Glockenblume.

Campanula cervicaria

Ein Erstfund in Oberösterreich!

Häufig bleiben sie unbeachtet – die botanischen Besonderheiten in unserer Gemeinde oder – wie in diesem Fall – auch in Oberösterreich (!)

Die borstige Glockenblume wird etwa 70 cm hoch, trägt oben am Stängelende einen Knäuel aus hellblauen Blüten, der rasch verblüht und gern verbissen wird. Weitere Blüten stehen in den tiefer gelegenen Blattachseln. Die Blüten sind etwa 20 mm lang, besitzen eine Glockenform (Name!) und sind, wie die länglichen Blätter und der Stängel, steif borstig behaart.

Die Blütezeit ist im Juni/Juli, die Bestäubung erfolgt fast ausschließlich durch Bienen.

Sie kommt von Mitteleuropa bis Westsibirien vor. In Deutschland gilt sie als vom Aussterben bedroht; in Österreich ist sie selten, als gefährdet eingestuft und kommt nur im Burgenland, in Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten vor.

Für Oberösterreich gibt es laut Auskunft des Biologiezentrums Linz keinen (!) Nachweis. Es handelt sich somit um einen Erstfund!

Gefunden habe ich diese Pflanze nordwestlich von Zulissen am Rand eines Forstweges. Ein Exemplar wird nächstes Jahr als Beleg dem Herbarium des oö. Landesmuseums einverleibt.

Fotos
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Verfasser

Redaktion: OSR Hubert Kolberger, Summerauer Str. 29, 4261 Rainbach i. M.